Initiative zur Förderung der Wirtschaftskompetenz

im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) e.V.Im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) e.V. 

 
 


3.3 Bekämpfung von Krankheiten

Bis 2030 die Aids-, Tuberkulose- und Malariaepidemien und die vernachlässigten Tropenkrankheiten beseitigen und Hepatitis, durch Wasser übertragene Krankheiten und andere übertragbare Krankheiten bekämpfen

SDG 3 zielt hier auf den Schutz vor und Behandlung von tropischen Krankheiten, die in Deutschland nicht vorkommen. Diese können allerdings von Reisenden eingeschleppt werden. Das deutsche Gesundheitssystem ist ausgerüstet, diese Krankheiten zu bekämpfen.

Tuberkulose und AIDS sind weitgehend unter Kontrolle. In Deutschland gibt knappe 6.000 Neuinfektionen mit Tuberkulose und etwa 2.400 mit AIDS pro Jahr.

Deutschland unterstützt die Weltgesundheitsorganisation (WHO, aus dem Englischen World Health Organisation) mit jährlich US$ 190 Mio. (etwas € 160 Mio.) und ist damit einer der wichtigsten Geldgeber. Die WHO setzt sich für eine bessere Gesundheitsversorgung der Menschen weltweit ein.

Für die Forschung, Entwicklung und Produktion von Impfstoffen gegen COVID-19 hat Deutschland in einem Sonderprogramm € 750 Mio. zur Verfügung gestellt.

Bis zum 6. Januar 2021 hat Deutschland insgesamt € 1,16 und die EU 2,8 Mrd. für die Entwicklung von Impfungen ausgegeben. Die USA haben im gleichen Zeitraum über US$ 14 Mrd. ausgegeben.

Investitionen in Impfung: 

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/impfstoffentwicklung-usa-eu-1.5166546


In Deutschland sterben jährlich etwa 940.000 Menschen. Die drei wichtigsten Todesursachen sind Herz- und Kreislauferkrankungen (etwas mehr als 30%), gefolgt von Krebs (ca. 25 %) und von Krankheiten der Atemwege (ca. 6%). Diese Todesursachen gehören nicht zu den Krankheiten, die in den Unterzielen dieses SDGs genannt werden. Von Anbeginn der Pandemie starben in Deutschland an Corona etwas 94.000 Menschen.

COVID-Erkrankungen und Sterbefälle, Link: 

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Fallzahlen.html


Im besonderen Falle der COVID 19-Pandemie gibt es inzwischen mehrere zugelassenen Impfstoffe. Noch nie wurde Impfstoffe so schnell entwickelt. Die Herausforderung ist nun die weltweite Produktion und Verteilung. Deutschland hat sich mit über € 1,1 Mrd. an der Entwicklung von Impfstoffen und die EU knapp € 3 Mrd. beteiligt. Diese Summen erschienen groß, aber bei einem Vergleich mit dem Beitrag der USA von über € 12 Mrd. relativ klein.

Für die Versorgung ärmerer Länder wurde die Covid-19 Vaccine Global Access (COVAX) gegründet. Diese Organisation bezieht Impfstoffe von den Lieferanten und verteilt sie an die Länder. Reichere Länder zahlen den normalen Preis und ärmere weniger bis gar nichts. Bis November 2021 wurde mehr als 435 Mio. Dosen an 144 Länder abgegeben. Deutschland hat mit einem Beitrag von fast € 2,2 Mrd. den größten Beitrag geleistet.

Link COVAX: https://www.who.int/initiatives/act-accelerator/covax